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Der Gertraudenhain ist eine seit April 2024 wachsende skulpturale Intervention des Künstlers Christof Zwiener im Rahmen von KISR – Kunst im Stadtraum Leipziger Straße. Mitten im von Luft- und Umweltverschmutzung geprägten Stadtraum von Berlin-Mitte schlägt hier ein künstlerischer Wald Wurzeln.
Grundlage des Projekts ist das Wiederaufforstungskonzept „Tiny Forest“ des japanischen Botanikers Akira Miyawaki. Auf kleiner Fläche entsteht ein dichter, artenreicher Miniwald, der langfristig ein eigenes, spürbares Mikroklima entwickeln soll. In der begehbaren Struktur – zugleich Skulptur und Lebensraum – kann dieses Mikroklima ab 2025 erfahrbar sein.
Der Gertraudenhain versteht sich nicht nur als Kunstwerk, sondern als sozial-ökologischer Prozess. Die Nachbari:innenschaft ist aktiv in Entwicklung und Pflege eingebunden. Das Projekt schafft Raum für Austausch über Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit sowie über das Verhältnis von Kunst, Kultur und urbaner Produktion.
Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, die Nachbari:innenschaft dauerhaft zu beteiligen und den wachsenden Wald gemeinschaftlich in die Zukunft zu begleiten.
Im April 2024 wurden im Rahmen einer waldpädagogischen Pflanzaktion gemeinsam mit Kindern der Fröbel-Kita Schatzinsel und der Nachbari:innenschaft 450 Baumsetzlinge auf der vorbereiteten Fläche gepflanzt.
Am 29. Juni 2025 traf sich die Mitmachgruppe Gertraudenhain erstmals am Spitteleck im Tiny Forest, um sich zu vernetzen und die nächsten Schritte für die gemeinsame Pflege und Weiterentwicklung des Projekts zu planen.
Wir freuen uns über alle, die das Projekt aktiv unterstützen möchten. Wenn Ihr Interesse habt, meldet Euch gerne über die hinterlegte E-Mail-Adresse.
Christof Zwiener, 2024 -2026
Fotos: Christof Zwiener, VG Bild-Kunst, Bonn